Die Inhalte sind arg veraltet!

Die Inhalte gründen nicht auf dem Stand von FreeBSD 11

oder von FreeBSD 10

, sondern auf den Stand von FreeBSD 7

oder älter.

Dennoch können Inhalte richtig sein.

KDM

Betrifft OS:
FreeBSD

Vielen Personen bereitet die Installation und Konfiguration des grafischen Login-Manager KDM Mühe. Diese Anleitung soll diesem Übel entgegen treten. Im Artikel KDM ist das Programm beschrieben.

Bitte kontrollieren Sie auch die DNS-Namensauflösung Ihres Systems.

X11-Server

Bevor der KDM genutzt werden kann, muss der X11-Server sauber laufen. Es wird davon ausgegangen, dass der Xorg-7 Zweig verwendet wird.

Installation

Zur Installation von Xorg wird am besten der Metaport x11/xorg verwendet. Lesen Sie bitte den Artikel Paketsysteme um zu erfahren, wie das Paket installiert wird.

3D-Grafik-Beschleunigung

Eine Anleitung zur Einrichtung der 3D-Grafik-Beschleunigung finden Sie unter 3D-Grafik-Beschleunigung.

Konfiguration

Anders als bei Linux-Distributionen muss bei FreeBSD die X11-Server-Konfiguration (/usr/local/etc/X11/xorg.conf oder /etc/X11/xorg.conf) selber gemacht werden! Eine sehr gute Anleitung finden Sie im Wiki unter X11-Serverkonfiguration.

NVidia-Binärtreiber

Der NVidia-Binärformat-Grafikkartentreiber steht nur als Port x11/nvidia-driver zur Verfügung. Für mehr Informationen zum NVidia-Binärformat-Grafikkartentreiber siehe bitte: http://www.bsdforen.de/showthread.php?t=8124&highlight=nvidia

Test

Testen Sie mit folgenden Befehlen die korrekte Konfiguration des X11-Servers, es darf bei der Befehlseingabe kein X11-Server laufen!

$ su
# X

Den X11-Server kann man mit <Ctrl-Alt-Backspace> beenden, die Backspace-Taste ist die „Pfeil nach Links“-Taste oberhalb der Return-Taste. Wenn die Konfiguration einigermassen in Ordnung ist, sollten Sie nun auf dem Monitor ein gerastertes Hintergrundbild sehen. Das ist sozusagen das „Testbild“. Stellen Sie Ihren Monitor so ein, daß er das Bild vollständig darstellt. Bei einem Flachbildschirm darf die Darstellung nicht flimmern und muss über die ganze Bildschirmfläche gleichmässig aussehen, wenn nicht, müssen Sie Phase und Pitch anpassen.

Vorzugsweise wählen Sie bei einem TFT Bildschirm die automatische Justierung aus, dies erzeugt meist das beste Ergebnis. Nähere Informationen zur korrekten Einstellung Ihres Monitors entnehmen Sie bitte dem Monitor-Handbuch.

Kontrolle

Kontrollieren Sie mit:

# more /var/log/Xorg.0.log |grep EE

ob der X11-Server eine Fehlermeldung ausgab. Wenn keine Fehlermeldung vorhanden ist, sieht es so aus:

(WW) warning, (EE) error, (NI) not implemented, (??) unknown.
(II) Loading extension MIT-SCREEN-SAVER

startx

Um den X11-Server von der Konsole aus starten zu können, benötigt man startx. Bevor Sie startx zum ersten Mal starten, geben Sie in der Datei ~/.xinitrc an, welchen Window-Manager Sie starten möchten. Hier als Beispiel KDE:

exec startkde

Los gehts, es darf kein X11-Server bei der Befehlseingabe laufen!

$ su
# startx

Kontrollieren Sie die Ausgaben in den Log-Dateien:

  • /var/log/Xorg.0.log
  • /root/.xsession-errors

KDM

Wenn startx ohne Probleme funktioniert, können Sie sich an die Installation und Konfiguration des grafischen Login-Manager KDM heranwagen.

Installation

Der KDM ist Teil von KDE, genauer von x11/kdebase3 und wird mit: # pkg_add -r kdebase installiert.

'Beachten Sie bitte die Angaben in der Datei /usr/ports/UPDATING!'

Konfiguration

Existieren im Verzeichnis /usr/local/share/config/kdm die Dateien: Xaccess, Xreset, Xservers, Xsession, Xsetup, Xstartup, Xwilling und kdmrc. Wenn eine fehlt, müssen die fehlenden Dateien mit:

# genkdmconf

erstellt werden!

Test

Testen Sie nun KDM, es darf kein X11-Server bei der Befehlseingabe laufen!

$ su
# kdm

Kontrollieren Sie die Ausgaben in den Log-Dateien:

  • /var/log/kdm.log
  • /var/log/Xorg.0.log
  • /root/.xsession-errors

Startskript (Ohne rc.conf)

Falls der KDM einwandfrei beim Test funktionierte, können Sie ein Startskript unter /usr/local/etc/rc.d/kdm.sh für den automatischen Start des KDM beim Computerstart erstellen:

#!/bin/sh
PREFIX=/usr/local

case "$1" in
 start)
   mkdir -p /tmp/.ICE-unix && chmod 1777 /tmp/.ICE-unix && chown root:wheel /tmp/.ICE-unix
   ${PREFIX}/bin/kdm
   ;;

 stop)
   /usr/bin/killall -m kdm 2>/dev/null
   ;;

 *)
   echo "Usage: `basename $0` start | stop"
   exit 64
   ;;
esac
exit 0

Mit:

# /usr/local/etc/rc.d/kdm.sh stop
# /usr/local/etc/rc.d/kdm.sh start

können Sie die gesamte graphische Oberfläche beenden und neustarten.

Startskript (Mit rc.conf)

Dies Startskript respektiert die Einstellungen in der rc.conf. Damit kann man den KDM recht einfach aktivieren oder wieder deaktivieren.

Falls der KDM einwandfrei beim Test funktionierte, können Sie ein Startskript unter /usr/local/etc/rc.d/kdm für den automatischen Start des KDM beim Computerstart erstellen:

#!/bin/sh
#

# PROVIDE: kdm
# REQUIRE: DAEMON LOGIN moused

# The following variables are provided to control startup of KDM in
# rc configuration file (eg /etc/rc.conf):
# kdm_enable (bool):    Set to "NO" by default.
#                       Set it to "YES" to enable KDM
#
# kdm_wait:             Waiting time to start KDM.
#                       Default is 5 seconds.
#                       If KDM starts too fast, keyboard is disabled.
#
# Please see kdm(1), rc.conf(5) and rc(8) for further details.

. /etc/rc.subr

name="kdm"
rcvar=`set_rcvar`
pidfile="/var/run/${name}.pid"
stop_cmd="kdm_stop"
start_cmd="kdm_start"

PREFIX=/usr/local

# Set defaults
[ -z "$kdm_enable" ] && kdm_enable="NO"
[ -z "$kdm_wait" ] && kdm_wait="5"

kdm_start()
{
        echo "Starting kdm."
        (/bin/sleep ${kdm_wait}; ${PREFIX}/bin/kdm 2>/dev/null) &
}

kdm_stop()
{
        echo "Stopping kdm."
        /usr/bin/killall -m kdm-bin 2>/dev/null
}

load_rc_config $name

run_rc_command "$1"

Wenn folgendes in der /etc/rc.conf steht, startet KDM bereits bei booten, bzw. ist generell startbar:

kdm_enable="YES"

Mit:

# /usr/local/etc/rc.d/kdm stop
# /usr/local/etc/rc.d/kdm start

können Sie die gesamte graphische Oberfläche beenden und neustarten.

Starten als Terminal

Alternativ kann kdm auch einfach als Terminal gestartet werden. Dazu ändert man die Zeile ttyv8 in der Datei /etc/ttys folgendermaßen:

ttyv8	"/usr/local/bin/kdm -nodaemon"	xterm	on  secure

Fehlerbehebung

Xorg-6.8.1

Falls Sie den Xorg-Server 6.8.1 einsetzen und KDE nicht mehr starten will, lesen Sie bitte folgenden Eintrag in der Datei /usr/ports/UPDATING:

20041229:
  AFFECTS: users of x11/kdebase3, x11-servers/xorg-server
  AUTHOR: lofi@freebsd.org

  If KDE does not start anymore after upgrading Xorg to version 6.8.1
  (X restarts when the KDE splash screen has reached the third icon),
  please check whether the directory /tmp/.ICE-unix exists, is owned by root
  and has permissions 1777 (read/write/access for everybody + sticky bit).

  To make sure everything is in working order, do (as root):
  mkdir -p /tmp/.ICE-unix && chmod 1777 /tmp/.ICE-unix &&
  chown root:wheel /tmp/.ICE-unix

  Also, make sure you do NOT have clear_tmp_enable="YES" set in /etc/rc.conf,
  as it will remove the directory on every reboot and applications will re-
  create it with the wrong ownership.

  Users of daily_clean_tmps_enable in /etc/periodic.conf should make sure
  daily_clean_tmps_ignore contains /tmp/.ICE-unix.

Tipps

FontConfig

Oft beschleunigt ein:

# fc-cache -f -v

den Start von KDE. Der obengenannte Befehl aktualisiert die Cachedateien von FontConfig, was bis zu 6 Sekunden Zeitgewinn beim KDM-Start bringen kann! Mehr Informationen zu FontConfig finden Sie unter: FontConfig