Mozilla mit Java- und Flashsupport

Betrifft OS:
FreeBSD

Dieser Artikel führt Schritt-für-Schritt durch die Installation der Flash-, Java-, Mplayer-, Adobe Reader- und RealPlayer-Plugins für den nativen Firefox/Seamonkey. Zudem wird aufgezeigt, wie die Flash-Unterstützung im Konqueror aktiviert werden kann.

nspluginwrapper

Praktisch alle Mozilla-Plugins benötigen den www/nspluginwrapper, sofern es sich bei den Plugins um Linux-Versionen handelt. Der nspluginwrapper wird mit:

# portinstall nspluginwrapper
installiert.

Flash-Plugin

Der Linux-Flashplugin wird wie folgt installiert:

# portinstall www/linux-flashplugin9

Damit Firefox3 das Flashplugin findet, wird noch ein symbolischer Link benötigt:

# cd /usr/local/lib/firefox3/plugins && ln -s /usr/local/lib/browser_plugins/npwrapper.libflashplayer.so npwrapper.libflashplayer.so

Sofern der nspluginwrapper noch nicht installiert ist, sollte dies nun erfolgen:

# portinstall www/nspluginwrapper

Die Initialisierung erfolgt dann unter dem root-Account systemweit und jeweils bei den entsprechenden Benutzern mit:

# nspluginwrapper -v -a -i

Schließlich können Sie die Funktionstüchtigkeit vom Flash-Plugin kontrollieren. Mit der Erweiterung www/xpi-flashblock kann man die Anzeige von Flash auf Webseiten kontrollieren.

Problembeseitigung

Leider hängt sich flash9 gerne mal auf. Dieser Zustand kann durch folgende Eingabe leicht beseitigt werden:

# killall -9 npviewer.bin
Sollte bei Flashspielen bzw. -Anwendungen die Schrift fehlen muss noch x11-fonts/webfonts installiert werden:
# portinstall x11-fonts/webfonts

Java

Das Java-Plugin ist im Java-Paket enthalten.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Java in den Ports:

  • Die Java Runtime Environment (JRE) welche zum Ausführen von Programmen ausreichend ist
  • Das Java Development Kit (JDK) welches für Java Entwickler interessant ist

Im Grunde reicht die JRE, es sei denn, Sie wollen selber Java Programme oder Applets entwickeln. Im Zweifelsfall installieren Sie die JRE, sollten Sie das JDK irgendwann einmal benötigen, deinstallieren Sie die JRE einfach und installieren danach das JDK.

Laden Sie die für Ihr System passende Datei runter. (Entweder FreeBSD 5 oder 6 und JRE oder JDK.) Verschieben Sie die heruntergeladene Datei nach /usr/ports/distfiles/.

Und schließlich installieren Sie Java über den entsprechenden Port:

# portinstall diablo-jre15
oder
# portinstall diablo-jdk15
Testen Sie nun, ob alles korrekt installiert wurde
# java -version
Folgende oder ähnliche Ausgabe sollte angezeigt werden:
java version "1.5.0"
Java(TM) 2 Runtime Environment, Standard Edition (build diablo-1.5.0-b01)
Java HotSpot(TM) Client VM (build diablo-1.5.0_07-b01, mixed mode)

Schließlich können Sie die Funktionstüchtigkeit vom Java-Plugin kontrollieren.

Mplayer-Plugin

Fügen Sie in der Datei /etc/make.conf die Zeile

WITH_GECKO=	firefox mozilla seamonkey

ein. Natürlich können Sie die nicht benötigten Programme entfernen und z.B. nur

WITH_GECKO=	firefox

definieren.

Nun installalieren Sie das Plugin mit:

# portinstall www/mplayer-plugin

Adobe Reader

Das Adobe Reader-Plugin benötigt den Linuxpluginwrapper.

Adobe Reader installieren:

# portinstall acroread8

Schließlich können Sie die Funktionstüchtigkeit vom Adobe Reader-Plugin kontrollieren. Mit der Erweiterung www/xpi-pdf_download kann man die Anzeige von PDF Dokumenten kontrollieren.

RealPlayer-Plugin

Das RealPlayer-Plugin benötigt den Linuxpluginwrapper.

RealPlayer installieren:

# portinstall linux-realplayer

Mozilla-Plugins mit Konqueror benutzen

Eine ausführliche Anleitung bietet das FreeBSD KDE Team.

Testen

  • Welche Plugins funktionieren, kann man anhand einiger Beispieldateien testen. Alle dort aufgeführten Dateien werden sich allerdings nicht per Plugin öffnen lassen.
  • Nach der Installation des jeweiligen Plugins starten Sie Firefox von einem Terminal aus. Halten Sie Ausschau nach eventuellen Fehlermeldungen im Terminalfenster.
  • Kontrollieren Sie im Firefox unter der Adresse about:plugins ob die Plugins erkannt wurden.

Fehlerbehebung

Bei Problemen sehen Sie am besten in der /etc/libmap.conf nach, wo sich ein Mozilla-Plugins genau befinden muss. Erstellen Sie einen symbolischen Link des fehlenden Mozilla-Plugins ins Verzeichnis /usr/local/lib/browser_plugins/

Zum Beispiel:

  • Flash-Plugin

# ln -s /usr/local/lib/npapi/linux-flashplugin/flashplayer.xpt /usr/local/lib/browser_plugins/flashplayer.xpt
# ln -s /usr/local/lib/npapi/linux-flashplugin/libflashplayer.so /usr/local/lib/browser_plugins/libflashplayer.so

  • Java-Plugin

Für JDK

# ln -s /usr/local/diablo-jdk1.5.0/jre/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so /usr/local/lib/browser_plugins/libjavaplugin_oji.so
oder für JRE
# ln -s /usr/local/diablo-jre1.5.0/plugin/i386/ns7/libjavaplugin_oji.so /usr/local/lib/browser_plugins/libjavaplugin_oji.so

  • Adobe Reader-Plugin

# ln -s /usr/X11R6/Adobe/Acrobat7.0/ENU/Browser/intellinux/nppdf.so /usr/local/lib/browser_plugins/nppdf.so

  • RealPlayer-Plugin

# ln -s /usr/X11R6/lib/linux-mozilla/plugins/nphelix.so /usr/local/lib/browser_plugins/nphelix.so
# ln -s /usr/X11R6/lib/linux-mozilla/plugins/nphelix.xpt /usr/local/lib/browser_plugins/nphelix.xpt

Rechner neustarten

In der Vergangenheit zeigte sich, dass in einigen Fällen ein Rechner-Neustart notwendig ist, damit alles funktioniert.

Vorher sollte aber getestet werden ob der Aufruf:

# /etc/rc.d/ldconfig start
nicht ausreicht.

Alternativen

zu Flash

Die folgenden offenen Varianten des Flashplayers unterstützen zur Zeit nicht den vollen Funktionsumfang des Flash-Protokolls. Die Verwendung vom linuxpluginwrapper ist nicht notwendig, da es sich um native Implementationen handelt.

  • graphics/swfdec und www/swfdec-plugin - Ab der Version 0.5.1 werden auch Flashfilme wie von z.B. YouTube angezeigt.
  • graphics/gnash - Ab der Version 0.8.0 werden auch Flashfilme wie von z.B. YouTube angezeigt.
  • www/plugger - Das Flash-Plugin lässt von Zeit zu Zeit Firefox abstürzen. Wem Firefox durch das Flash-Plugin zu instabil wird, der kann diesen Port ausprobieren.

Firefox und externe Anwendungen

Für die Darstellung spezieller Inhalte können externe Anwendungen benutzt werden.

Links